#schreiborte

Zeig uns, wo Du schreibst!

Schreiborte on Tour: Wien

Kürzlich hatten wir Gelegenheit, an der vierten Tagung des Schreibzentrums der FH Wien teilzunehmen – eine exzellente Gelegenheit, Wiener #schreiborte zu erkunden.

Nach all dem Trubel, der mit einer Tagung nun mal einher geht, waren wir auf der Suche nach etwas Entschleunigendem. Schlendert man in Wien am Wochenende die Kärtner Straße entlang, zerschlägt sich diese Hoffnung jedoch recht schnell in einem Wald aus Selfie-Sticks. Wer die Vorzüge dieser Stadt bereits entdeckt hat, oder gerade noch erkundet, ist damit nicht allein. Im Gegenteil.

Nun gibt es seit fast 97 Jahren in einer Seitenstraße unweit vom touristischen Tohuwabohu ein Kleinod, in dem man gute Chancen hat, zur Ruhe kommen zu können – und da zog es uns hin. Zuerst galt es, die Pflicht zu erledigen und ein Postkartengruß an die Daheimgebliebenen zu verfassen:

Bräunerhof in der Stallburggasse. Schreibaction bei einer Melange. Sehr Wienerisch, offensichtlich.

Im Bräunerhof sind die im Vorteil, die A5 beschreiben, denn: wählt aus den Kaffee- und sonstigen Spezereien aus, ist die Schreibfläche schnell verstellt. Die Atmosphäre wiegt dieses Manko jedoch klar auf.

In Schreibpausen kann man aus Dutzenden nationalen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften auswählen, die herumliegen. Sonntags gibt’s hier auch Livemusik und spätestens dann wird der Bräunerhof zum wenig geeigneten Schreibort, denn: „Wie schnell ist nichts getan.“, pflegt die Chefin stets zu mahnen.

Szenenwechsel in die Operngasse. Wer viel umherläuft bedarf irgendwann auch mal der Stärkung. Zur Mittagszeit kann man Leberkas-Pepi als Schreibort echt vergessen, dann nämlich strömt die in der Umgebung arbeitende Bevölkerung zur Mittagsjause in den nicht sonderlich großen Raum. Wer außerhalb der Stoßzeiten kommt, kann seine/ihre Gedanken an Bistrotischen festhalten – oder ihnen nachhängen, je nachdem.

Auch beim Leberkas-Pepi sind die Tische klein, aber auch hier: die Atmosphäre!

Wie ihr seht, ist das mit den Schreiborten gar nicht schwer: Man muss nur irgendwo sein (das ist man ja meistens, check), was zu schreiben dabei haben (Stift und Papier, Notebook, Tablet oder sowas) und dann noch fix die Kamera draufhalten (lassen).

Ihr könnt das doch sicher tausend mal besser als wir. Zeigt es uns und macht mit! Noch bis zum 01. September könnt ihr eure Beiträge zum Wettbewerb an teilnahme[ät]schreiborte.info senden.

 

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